Schulveranstaltungen

Die Entscheidung für einen Berufsweg – gleichgültig, ob über ein Studium oder über eine Ausbildung, ist schwierig. Wer seine Ziele kennt und realistisch einzuschätzen weiß, verfügt oftmals über ein hohes Maß an Motivation und hat gute Chancen auf Erfolg. Das Hessenkolleg Frankfurt hat zur Unterstützung der Studien- und Berufswahl verschiedene Angebote fest etabliert.

So besuchen die Studierenden die regionale Fachmesse für Ausbildung und Studium „Vocatium“, wo sie sich zu Ausbildungsberufen und Studienfächern informieren lassen können. Die „Schnuppertage“ an der Universität bieten die Möglichkeit, reguläre Lehrveranstaltungen zu besuchen. Außerdem lädt der Förderverein des Kollegs einmal im Jahr ehemalige Studierende zu einer Gesprächsrunde ein. Dort berichten sie von ihren Erfahrungen nach dem Abitur und stehen für Fragen zur Verfügung.

 

In der letzten Woche des Schuljahres findet unser Schulfest statt. Alle Mitglieder der Schulgemeinde kommen dabei zusammen, um sich abseits des Unterrichtsalltags auszutauschen. Auch ehemalige Studierende und Lehrer sind herzlich eingeladen.

 

Das White Horse Theatre gastiert regelmäßig an unserem Kolleg. Dabei handelt es sich um ein pädagogisches Tourneetheater, das englischsprachige Theaterstücke aufführt. Der Eintrittspreis wird größtenteils durch den Förderverein des Kollegs getragen.

Alan Ayckbourn, Relatively Speaking:

White Horse Theatre am Hessenkolleg Frankfurt (26.11.2018)

Greg, frisch verliebt, kann sich keinen Reim auf die seltsamen Funde bei seiner Angebeteten machen: Blumen en gros, exklusive Süßwaren, ein Paar fremder Herrenhausschuhe – Eifersucht packt ihn.
Aus dieser Ausgangssituation entwickelt Alan Ayckbourn, meistgespielter britischer Dramatiker der Gegenwart, eine Verwechslungskomödie, die es in sich hat. Wortwitz,
Tempo und überraschende Wendungen verlangen dem Publikum einiges ab.
Die deutsche Titelübersetzung lautet: „Halbe Wahrheiten“ – und diese bilden, eine Kette von Missverständnissen hervorrufend, das Gerüst der Handlung.

Zugegeben, zuweilen beschleicht den Zuschauer das Gefühl, Kunstgriffe im Plot zu sehen: Warum wird nicht durch präzise Nachfrage Unklarheit beseitigt? Gibt es wirklich Menschen, die, ohne Nachfrage und mit perfekter Contenance, Wildfremden Zutritt zu ihrem Anwesen gewähren? Jedoch:
Ayckbourns Komödie spielt mit Klischees, und es wäre vermessen, hier Realitätstreue und Tiefgang anzumahnen: Unterhaltung soll es sein, und die gelingt den Schauspielerinnen und Schauspielern des White Horse Theatre vorzüglich:
Mit Dynamik und Expressivität lassen sie falsche Ansprüche an komplexe Figuren und Handlung schnell vergessen, und das Publikum bleibt bis zum Ende des Stücks in gespannter Erwartung.
Die Darstellerinnen und Darsteller standen nach der Aufführung Rede und Antwort, wobei das Publikum so manches über Theaterproben und Schauspielerkarrieren erfuhr.
Es bleibt der Eindruck: Bühnenspiel schlägt Großbildleinwand – solche Nähe zum Gesehenen entsteht nur im Theater.
Abermals gebührt dem Förderverein des Hessenkollegs großer Dank für die finanzielle Förderung dieser Veranstaltung.

Reinhard Stemberg (Englischlehrer am Hessenkolleg Frankfurt)