Leidenschaft, Intrige, Gewalt: Shakespeares Othello am Hessenkolleg Frankfurt

“O, beware, my lord, of jealousy; it is the green-ey’d monster, which doth mock the meat it feeds on.”(Iago, Act III, Scene III)

Wer kennt sie nicht, die dramatische Geschichte des Othello, eines venezianischen Generals von dunkler Hautfarbe, der, von Eifersucht getrieben, seine geliebte Gemahlin umbringt?

Das rund vierhundert Jahre alte Shakespearesche Drama gilt zu Recht als zeitlos, denn es thematisiert Triebfedern menschlichen Verhaltens, die nicht an eine Epoche gebunden sind – darunter Machtstreben, Eifersucht, Loyalität, rassistische Haltung.

Othello auf die Bühne zu bringen heißt: Darstellung stärkster Emotionen und Konflikte, ohne zu „überspielen“, Präsentation überzeugender, nicht zu eindimensionaler Figuren, Kontinuität im Vorantreiben des Plots.

Die jungen (aber nicht unerfahrenen, auch in der Welt des Films aktiven) Schauspielerinnen und Schauspieler des White Horse Theatre lösten ihr Versprechen ein, indem sie eine packende, von ihnen kraftvoll, intensiv und nuancenreich vorgetragene Aufführung darboten, die im Anschluss mit frenetischem Applaus bedacht wurde. Symbolträchtige Kulisse sowie Kostüme und Musik elisabethanischen Stils unterstützten die eindrucksvolle schauspielerische Leistung.

“Educational theatre“ ist es, was vom White Horse Theatre an Schulen gebracht wird, und wenn das dargebotene Stück auch noch aktuell als Pflichtlektüre im Lehrplan des Hessischen Kultusministeriums erscheint, dann ist der Gewinn für die Zuschauerinnen und Zuschauer ein doppelter: Kulturgenuss und Lernhilfe.


Die großzügige Unterstützung dieser Veranstaltung durch den Förderverein des Hessenkollegs Frankfurt verdient an dieser Stelle besonderen Dank.

Wir freuen uns auf die nächste Aufführung des White Horse Theatre.


Reinhard Stemberg

Update zu unseren Bienen (September 2019)

Inzwischen neigt sich der Sommer dem Ende zu und die Natur stellt sich allmählich auf den Herbst ein. Auch in unseren Bienenvölkern wird es dementsprechend langsam ruhiger. Die Bienen reduzieren ihre Brut und bereiten sich auf die kühlere Jahreszeit vor.

Die Sammlerinnen fliegen während der wärmeren Herbsttage noch aus und Sammeln so viel Nektar und Pollen wie möglich, damit im Winter genügend Nahrung für die jungen Larven zur Verfügung steht.

Die letzte Honigernte wurde vor zwei Wochen eingefahren und befindet sich nun im Glas (Foto). Anschließend wurden die Völker mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe behandelt. Die Varroamilbe ist ein aus Asien eingeschleppter Parasit, der die Bienenbrut befällt. Leider hat sie sich in den letzten Jahrzehnten so gut ausgebreitet, dass inzwischen jedes Bienenvolk betroffen ist. Wird die Milbenanzahl im Volk zu groß, überlebt es den Winter nicht. Aufgabe des Imkers ist es daher, den Milbenbefall über das Jahr zu kontrollieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Milbe zu bekämpfen.
Ameisensäure ist eine organische Säure und damit als natürliches Mittel in der Bio-Imkerei zugelassen. Verdunstet man die Säure im Stock (Foto), können die meisten Milben abgetötet werden, während die Bienen selbst die Säure tolerieren können. So ist sichergestellt, dass unsere Bienen fit und stark über den Winter kommen.

Maximilian Kerschbaum

Projekttage 2019: Projekt „Voices of Hessenkolleg“

Projekttage bieten eine Gelegenheit, sich mit im Regelunterricht nicht zu berücksichtigenden Themenfeldern und Kompetenzen zu befassen. Wenn es also ein Musikprojekt wird, so ist eine Basiskompetenz eher durch Musikunterricht der Studierenden im früheren Unterricht der Mittelstufe, besonders aber durch persönliche musikalische Erfahrung vorhanden.
Dies zeigte sich im kleinen, doch ergiebigen Projekt „Voices of Hessenkolleg“: 4 Studierende und 2 Lehrkräfte nahmen Teil, und die musikalischen Kompetenzen sind sehr verschieden ausgeprägt.
Wer einmal versucht hat, in einer neu entstandenen Band in 4 Tagen mehrstimmige Popsongs zur Vortragsreife zu bringen, wird dieses  Ziel belächeln – und doch ist es erreicht worden.
Alle Gruppenmitglieder arbeiteten mit Akribie und Ausdauer an ihren Parts und am Ganzen,
wobei Rhythmik, Arrangements und stimmliche Feinheiten immer und immer wieder zu Herausforderungen wurden.
Ergebnis: Der Vortrag der Songs verschiedener Epochen und Genres wurde bei der Projektpräsentation zu Anfang des Hessenkolleg-Schulfests vom Publikum in einer Weise honoriert, die deutlich über Höflichkeitsapplaus hinausging.
Fazit: Musik erleben, Musik gestalten ist ein lohnenswertes Projektziel, und:
Es hat Spaß gemacht!
 
Reinhard Stemberg

 

Abiturfeier am 23. Juli 2019

Da standen wir nun also. Drei Jahre sind vergangen. Schien dieser Augenblick am Anfang unserer Zeit hier noch Lichtjahre entfernt, ging doch alles sehr schnell vorbei.
Es war ein sonniger Freitagabend im schönsten Stadtteil Frankfurts, an dem sich alle Studierenden des Lehrgangs 58 mit ihren Angehörigen versammelten, um gemeinsam mit den Lehrern und der Verwaltung das Ende unserer Schulzeit am Hessenkolleg zu markieren.
Und dieser Tag war für alle ein freudiger - denn alle haben bestanden. Der Abend wurde eingeläutet mit Worten der Schulleiterin, Frau Bausch, die sichtlich erfreut war über unseren Erfolg. Anschließend hielt ein Studierender, Eric Hohmann, noch eine Rede, die der Frage zu folgen versuchte, wer man eigentlich ist - total emotional übrigens.
Es wurden die Jahrgangsbesten geehrt, die die Durchschnittsnoten 1.0, 1.3 und 1.4 erreichten. Außerdem erhielten die Jahrgangsbesten in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik noch sachbezogene Preise.
Soweit die Formalitäten. Danach wurde gebührlich gespeist und getrunken. Von dem Grillbuffet blieb wenig übrig. Es war schön, die Liebsten derer kennenzulernen, die einen die letzten Jahre begleiteten. Man tauschte sich aus über das, was war und das, was kommt. Es wurde viel gelacht an diesem Abend.
Mit der Sonne gingen auch die meisten. Zurück blieb der Großteil der eingeschworenen Gemeinde Lehrgang 58 und eine Lehrerin, gegen die man besser nicht Beer-Pong spielen sollte.
Man hat drei oder mehr Jahre zusammen gelebt und gelernt. Und ja, irgendwie ist man in einer Art und Weise zusammengewachsen, die ich nicht zu beschreiben vermag. Es ist irgendwas zwischen Freundschaft und Familie. Mit Höhen und Tiefen inklusive. Wir arbeiteten auf das Ende dieser Zeit hin, es war unser Ziel und wir haben es alle erreicht.
Doch irgendwie hatte ich schon einen Kloß im Hals. Wir hatten hier alles - Geld, Wohnraum, Bildung. Und uns. Was man jetzt hinter sich lässt. Ein komisches Gefühl.
Wir wurden uns bewusst, dass wir eine der schönsten Zeiten unseres Lebens nun hinter uns haben. Und dieses komische Gefühl ließ uns zusammenkommen.
Vor dem, was uns in der Zukunft erwartet, sind wir wohl alle ängstlich-neugierig. Das Hessenkolleg ist unser Heimathafen geworden, der uns viel mehr gelehrt hat als das, was in den Kerncurricula der einzelnen Fächer steht. Und ich weiß, dass der große, runde blaue Leuchtturm davor einen in stürmischen Zeiten stets zurück lotsen wird, wenn man mal nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist.
Diesem Ort, diesem Abend und dieser Zeit wohnt Magie inne, die man nirgendwo sonst findet.
Wir sind dankbar für diese Zeit.

Eric Hohmann

Hessenkolleg on air

Die Sendung „Fürs Abi ist es nie zu spät - Auf dem zweiten Bildungsweg zum Abitur am Frankfurter Hessenkolleg“, die bei Radio X am 27. Mai 2019 lief, kann nun hier angehört werden.

Die Sendung wurde von Clemens Dörrenberg, dem Vorsitzenden des Fördervereins des Hessenkollegs, moderiert. Im Studio waren für das HKF auch: Bruno Picard (Studierendenvertreter) und Stephanie Schmelzer (Lehrerin).

Fürs Abi ist es nie zu spät

Im Innenhof entsteht ein neues Bienenvolk!

Wie entsteht ein Bienenvolk?

Bienen sind staatenbildende Insekten. Die weiblichen Bienen werden als Arbeiterinnen bezeichnet, sie übernehmen fast alle Arbeiten im Bienenstock. Sie ziehen die Brut auf, kümmern sich um den Wabenbau, bewachen den Stock und sammeln natürlich Nektar, um Honig herzustellen. Die männlichen Bienen (Drohnen) gibt es nur von Mai bis September. Sie dienen nur der Vermehrung und haben sonst keine Aufgaben.
Die wichtigste Biene im Volk ist die Königin. Sie ist für die Eiablage zuständig und sichert so den Erhalt des Volkes!

Fehlt dem Volk eine Königin, so können sich die Bienen ganz einfach eine neue heranziehen.
Dazu füttern sie einige Larven mit einem Spezialsaft, dem Gelee Royal, den sie selbst produzieren. Dadurch wird aus den betreffenden Larven nun eine Königin statt einer gewöhnlichen Arbeiterin. Diejenige Königin, die dann zuerst schlüpft, darf auf den „Thron“.

Diesen Prozess kann sich der Imker bei der Vermehrung von Bienenvölkern zunutze machen:

Man entnimmt einem Stammvolk eine Wabe mit frischer Brut und hängt diese zusammen mit einigen Bienen in eine neue Beute (Behausung). Die Bienen bemerken das Fehlen der Königin und beginnen damit sich eine neue zu ziehen. Nach ungefähr 16 Tagen schlüpft die neue Königin. Nach einer weiteren Woche ist sie geschlechtsreif und begibt sich auf den „Hochzeitsflug“. Dabei paart sie sich in der Luft mit bis zu 20 Drohnen und fliegt anschließend zurück zum Volk. Nach einer weiteren Woche ist die Königin bereit, Eier zu legen. Der Ableger wurde zu Beginn der Osterferien 2019 gebildet. Wenn alles geklappt hat, sollte er nach ungefähr 4 Wochen (also Mitte Mai) über eine neue, geschlechtsreife Königin verfügen, die dann bald ihr neues Volk aufbauen wird.

Heute (13.5.2019) wurde der Ableger kontrolliert. Dabei wurden mehrere, aufgebrochene Weiselzellen gefunden. Bei Weiselzellen handelt es sich um spezielle Brutwaben. Diese sind größer als die übrigen und beherbergen daher die werdende Königin.
Zur Schaffung einer neuen Königin legen die Bienen mehrere (ca. 5-6) neue Weiselzellen an. Diejenige Königin, die zuerst schlüpft, öffnet die übrigen Weiselzellen und tötet die darin befindlichen Larven. So verhindert sie, dass ihr der Thron noch streitig gemacht wird. Die Königin selbst wurde bei der Kontrolle ebenfalls entdeckt. Sie ist noch recht klein, was darauf hindeutet, dass sie noch nicht geschlechtsreif ist, bzw. noch nicht begattet wurde. Demnächst müsste sie zum sogenannten Hochzeitsflug aufbrechen. Dabei fliegt sie in die Lüfte entlang der Drohnensammelplätze. An diesen Orten horten sich mehrere Drohnen aus unterschiedlichen Völkern, und hoffen auf ihre Chance eine „Prinzessin“ zu begatten. Dieses Vorhaben überleben die Drohnen jedoch selbst im Erfolgsfall nicht. Nach dem Geschlechtsakt (der im Übrigen in der Luft stattfindet), fallen sie sofort tot vom Himmel. Die Königin paart sich mit ungefähr 20 Drohnen und sammelt deren Samen in einem extra dafür angelegten Beutel. Der Samen reicht dann ihr ganzes Leben lang (ca. 3-5 Jahre) aus. Sie fliegt zurück zu ihrem Volk und beginnt ab dann täglich bis zu 2000 Eier zu legen.

Maximilian Kerschbaum

Die Bretter, die die Welt bedeuten...

Exkursion zum Schauspiel Frankfurt

Der Kurs 2 der Einführungsphase hat sich mit seiner Klassenlehrerin für einen der besonderen Unterrichtstage am Hessenkolleg Frankfurt zu einem Ausflug in die Theaterwelt entschieden. Und so galt es am 30. Januar 2019, das Schauspiel Frankfurt kennenzulernen. Am Vormittag haben sich die Studierenden und zwei ihrer Lehrkräfte mit einer Theaterpädagogin des Theaters getroffen und zunächst einen Blick hinter die Kulissen werfen dürfen. Es ging auf die große Schauspielbühne und durch viele Korridore und Treppenhäuser zu den unterschiedlichsten Werkstätten der städtischen Bühnen. Das war allein aufgrund der immensen Vielfalt und Ausmaße beeindruckend; so sah der Kurs z.B. den Malersaal, die Theaterplastikerei, den Fundus der Herrenperücken, die Maskenbildnerei, das Stofflager oder auch die Herrenschneiderei.

Die Theaterpädagogin nahm sich auch im Anschluss an die Führung noch Zeit für ein intensives Gespräch mit den Studierenden, um über z.B. die Bedeutung von Kultur in unserer heutigen Gesellschaft oder die Arbeitsbedingungen für Schauspieler zu diskutieren.

Am Abend ging es dann selbstverständlich ins Theater. Das gesellschaftskritische und aktuelle Theaterstück „Furor“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz wurde vom Kurs gemeinsam besucht. Eine Einführung in das Stück durch die Dramaturgin im Chagallsaal eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn war lohnenswert und hilfreich. 

Hier noch ein paar Stimmen aus dem Kurs zu dem Besuch:

„Für mich war es eine wertvolle Erfahrung, mal hinter die Kulissen eines Theaters blicken zu dürfen und zu erfahren, was sich ,jenseits der Vorhänge' abspielt und mit welchen Vorbereitungsmaßnahmen diese Stücke produziert werden.“ (Darius, 23 J.) 

„Es ist wie Frau Droste zu Beginn der Führung gesagt hat: ,Das Theater ist eine eigene Welt.' Und uns wurde die Möglichkeit gegeben, in diese Welt einzutauchen. Ich bin begeistert, wie bunt und umfangreich die Theaterwelt doch ist. Egal in welchen Bereich man geschaut hat, man wurde mitgerissen. Die Führung durch das Theater hat Lust auf mehr gemacht und meine Vorfreude auf das Stück wurde nur noch größer. Ich bin wirklich dankbar für das Angebot an den ,Besonderen Unterrichtstagen'“. (Johanna, 23 J.)

„Der Tag im Theater war informativ, spaßig und aufschlussreich zugleich. Das Hessenkolleg hat sich etwas Tolles mit den besonderen Unterrichtstagen ausgedacht. Dies findet man nicht überall und an jeder Schule. Ich bin begeistert.“ (Sharon, 23 J.)

„Der Tag im Theater hat dafür gesorgt, dass ich nun mit anderen Augen auf dieses Kulturfeld schaue. Vormittags haben wir einen Blick hinter die Kulissen geworfen, was mich vor allem wegen der Größe der Werkstätten beeindruckt hat. Auch das Theaterstück am Abend war sehr gut, vor allem auf Grund der schauspielerischen Leistungen. Das Stück hat zum Nachdenken angeregt und ich habe großen Respekt vor dem Einsatz, der vor und hinter den Kulissen gezeigt wird.    

Die besonderen Unterrichtstage am HKF sind eine gute Gelegenheit, auch außerhalb des Unterrichts gemeinsam etwas zu unternehmen und Dinge zu tun, die man sonst nicht macht.“ (Niklas, 23 J.)

„Die Katakombe“

Theaterexkursion mit dem Kurs 1 der Q1

Im Januar 2019 besuchten die Studierenden des Kurses 1 der Q1 gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin das Theater „Die Katakombe“ in Frankfurt am Main. Gespielt wurde „Aus dem Leben eines Taugenichts“ nach der Novelle von Joseph von Eichendorff. 

Damit bekam der Deutschkurs eine gelungene szenische Umsetzung des romantischen Werks, das zuvor im Unterricht durchgenommen worden ist, zu sehen und auch hautnah gute Schauspielkunst geboten.

In einem anschließenden Gespräch mit der Regisseurin und den Schauspielern über die Konzeption und Rezeption des Theaterstücks gab es für die Studierenden die Gelegenheit, sich mit dieser Interpretation der Novelle und ihrer eigenen auseinanderzusetzen und darüber zu diskutieren. 

Exkursion nach Bonn Am 24. April unternahmen die Jahrgangsstufen Q2 und Q4 des Hessenkollegs eine Exkursion nach Bonn.

Nach der Ankunft in der ehemaligen Bundeshauptstadt stand zunächst ein Besuch im „Haus der Geschichte“ auf dem Programm, das eine der umfangreichsten Ausstellungen zur deutschen Geschichte vom Kriegsende bis zur Gegenwart beherbergt. Anhand zahlreicher Objekte, die gleichermaßen die „hohe Politik“ wie auch die scheinbar triviale Alltagskultur veranschaulichen, erweiterten die Kollegiaten ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse jener Epoche.

Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichte die Gruppe das im Vorort Rhöndorf gelegene ehemalige Wohnhaus Konrad Adenauers, des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen einer Führung erhielten die Kollegiaten Einblicke in die Privaträume und erkundeten den eindrucksvollen Garten, wo Adenauer in seinen Mußestunden dem Bocciaspiel nachging und in einem Pavillon seine Erinnerungen verfasste. Nach dem Besuch einer in einem Nebengebäude untergebrachten Ausstellung über das politische Wirken Adenauers trat die Gruppe schließlich die Heimreise nach Frankfurt an.

Balzende Grillen Exkursion zum Schülerlabor Neurowissenschaften der Frankfurter Goethe-Universität.

Das Thema des letzten Biologiesemesters für die diesjährigen Abiturienten war „Verhalten“. Die theoretischen Grundlagen wurden im Unterricht erarbeitet und im Kurs erwuchs der Wunsch, sie praktisch anzuwenden und Experimente eigenständig durchzuführen. Dazu verbrachten die Studierenden mit finanzieller Unterstützung des
Fördervereins des HKF einen Tag im Schülerlabor Neurowissenschaften der Frankfurter Goethe-Universität. Hier werden biologische Fragestellungen mit Hilfe typischer naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen bearbeitet sowie aktuelle Forschungsmethoden angewendet.

Forschungsobjekt war die Zweifleckgrille (Gryllus bimaculatus), deren Verhalten und Gesang untersucht wurde. Zunächst wurden Gesangs- und Hörorgane (Flügel und Beine) von natürlich gestorbenen Tiere untersucht (wichtig war es allen, dass keine Tiere extra für diesen Tag getötet wurden). In Kleingruppen wurden im Anschluss eigenständig
Studien an lebenden Tieren zum Revier- und Balzverhalten durchgeführt, wozu auch Film- und Tonaufnahmen angefertigt wurden. Die Ergebnisse dieser Studien wurden so aufbereitet (die Aufnahmen z.B. geschnitten), dass sie schließlich jede Kleingruppe in einem Kurzvortrag präsentieren konnte.

Nach anfänglich etwas zögerlichen Umgang mit den zarten Insektenflügeln wuchs das Forschungsinteresse der Studierenden im Verlauf des Tages zunehmend, sie waren kreativ und engagiert bei den eigenen Verhaltensstudien und dachten sich immer weitere Versuchsanordnungen aus – wer hat auch schon mal so genau beobachtet, was zwei Grillenmännchen machen, wenn es nicht nur um Nahrung, sondern auch um Weibchen geht?! Die Auswertung und die Kurzvorträge zeigten, wie intensiv die Studierenden über ihre Studien nachgedacht hatten und auf welch hohem Niveau sie darüber sprechen konnten. Die Studierenden waren von diesem Tag, der ihnen einen Einblick in den universitären Betrieb ermöglichte, begeistert – und die Lehrkraft auch!

A Midsummer Night’s Dream Ein traumhafter Theaternachmittag am Hessenkolleg Frankfurt

„Ich mag diesen phantastischen Geschichten und auch diesen Elfenmärchen nie glauben.“
(Theseus, Herzog von Athen; Akt V, Szene 1)

Ein märchenhaftes Verwirrspiel in einer bunten Zauberwelt: So erwarten wir Shakespeare’s Sommernachtstraum auf der Bühne - und die Schauspielerinnen und Schauspieler des White Horse Theatre verzauberten die Aula des Hessenkollegs an diesem Nachmittag des 1. Februar 2018.

Die allseits bekannte Handlung des Stücks, am Hofe zu Athen sowie im nahen Wald sich abspielend, ist von ungewöhnlicher Vielfalt: Sie bezieht ihre Spannung aus der Verschiedenheit mehrerer Figurenwelten (eine höfische Gesellschaft, ein Elfenkönig und eine Elfenkönigin mit Gefolge, eine Handwerkertruppe).

Diese Spannung hielten die 4 Schauspieler des White Horse Theatre bis zum Schluss: Sie schlüpften übergangslos in 11 verschiedene Rollen, gerade so, als sei der Wechsel vom hinterlistigen Kobold zur leidenschaftlichen Liebenden nicht der Rede wert.

Über die Dauer von 90 Minuten wurde das Publikum in Atem gehalten durch ständige Tempowechsel, äußerst Körper betontes Spiel, durch dynamische, teils wuchtige Auftritte. Wer solch intensives und leidenschaftliches Spiel erlebt, unterstützt vom märchenhaften Bühnenbild und von spar- und wirksam eingesetzter Musik, der ist’s zufrieden und erinnert sich gern an diese zauberhafte Darbietung.

All dies wurde, wie seit vielen Jahren, erst durch das finanzielle Engagement des Fördervereins des Hessenkollegs möglich.
Wir freuen uns auf die nächste Aufführung der professionellen Schauspieler des White Horse Theatre.

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